Kapitel 1: Überblick über das System
Kapitel 2: Sensormodul 1
Kapitel 3: Sensormodul 2/3
Kapitel 4: Anzeigemodul 1
Kapitel 5: Anzeigemodul 2
Kapitel 6: Anzeigemodul 3
Kapitel 7: Datenkommunikation
Kapitel 8: Software "TAnz"
Kapitel 9: Software "AnzKom"
Beim ersten Start präsentiert sich TAnz wie im nebenstehenden Bild. Daten werden zunächst noch nicht angezeigt, da TAnz erst konfiguriert werden muss. Aber das ist relativ einfach und wird im nächsten
Abschnitt beschrieben.
Über die Menü-Option Einstellungen und Serielle Schnittstelle gelangt man in das links dargestellte Menü. Im Feld COM
stellt man die gewünschte Schnittstelle ein (im Beispiel COM1). Es werden hier nur die Schnittstellen angezeigt, welche im System vorhanden und nicht belegt sind. Sind Schnittstellen belegt (und sei es auch nur von
TAnz selbst - mehr dazu im Abschnitt Bedienung), dann werden sie nicht zur Auswahl angeboten. Die Liste enthält nicht nur real vorhandene, sondern auch virtuelle Schnittstellen, z.B.
von USB-RS232 Adaptern.
Für die Felder Buffer, Baud, Parity, Bits und Stop empfehle ich die
im Bild angezeigten Werte. Ganz wichtig ist die Einstellung der Baudrate auf 9600, sonst funktioniert die Kommunikation überhaupt nicht.
Die nächste Option Einstellungen und Namenszuordnung Sensoren führt zum nebenstehenden Bild. Hier kann man für jeden Alarmeingang und jeden
Temperatursensor einen Namen vergeben (maximal 12 Zeichen). Diese Namen stehen dann später im Hauptbildschirm über den Datenfeldern.
Die Option Einstellungen und Alarm- und Temperaturparameter erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit. Im oberen Teil werden zunächst die Alarmeingänge
konfiguriert. In der Default-Einstellung Arbeitskontakt erkennt TAnz einen Alarm, wenn der Kontakt geschlossen wird, folglich wird bei der Einstellung
Ruhekontakt der Alarm beim Öffnen des Kontaktes ausgelöst. Entsprechend der Beispiel-Konfiguration wurde hier der Alarm1 auf Ruhekontakt umgestellt.
Die Tabelle in der Mitte dient zur Einstellung der Alarmgrenzwerte und der Log-Parameter der Temperatursensoren (T1-T16). In den Spalten Minimum und Maximum kann
jedem Sensor ein unterer und ein oberer Grenzwert zugeordnet werden. Im Beispiel wird ein Alarm ausgelöst, wenn die Temperatur an Sensor 1 18,0°C unterschreitet oder 35,0°C überschreitet. Beim Sensor 9
ist der Temperaturalarm deaktiviert.20041109;21:30:00;22,4;21,2;;20,5;22,1;21,7;23,6;18,9;-2,6;-2,8;8,9;57,4;51,5;49,7;12,4; 20041109;21:45:00;22,3;21,2;;20,5;22,0;21,5;23,5;18,8;-2,7;-2,8;8,9;57,2;51,6;49,9;12,3; 20041109;22:00:00;22,3;21,1;;20,3;21,8;21,3;23,6;18,9;-2,8;-2,7;8,7;57,6;51,7;49,1;12,4;Man erkennt das Datum (9.11.2004), die Uhrzeit und die Daten der Sensoren, wobei hier der Sensor 3 (wie in der Tabelle weiter oben definiert) nicht aufgezeichnet wird. Der Sensor 16 fehlt hier ebenfalls, da er in dieser Beispiel-Konfiguration nicht vorhanden ist. Diese Log-Datei entspricht dem weit verbreiteten CSV-Format und kann deshalb relativ leicht in Datenbank- oder Tabellenkalkulations-Programme importiert werden. Wichtig: Bei diesem Log-Format sollte das Log-Intervall für alle Sensoren gleich eingestellt werden. Beim Log-Format 2 (Tx;Datum;Zeit;Wert) wird für jeden Wert eine separate Zeile angelegt und das Ergebnis sieht hier so aus:
T1;20041109;21:30:00;22,4 T2;20041109;21:30:00;21,2 T4;20041109;21:30:00;20,5An der ersten Stelle steht die Sensornummer (T1 entspricht Sensor 1), danach das Datum, die Uhrzeit und der Messwert. Dieses Format ermöglicht eine unterschiedliche Einstellung des Log-Intervalls für jeden Sensor. Auch diese Log-Datei entspricht dem CSV-Format und kann mit geeigneter Software weiter verarbeitet werden.
Mit der Option Einstellungen und Logpositionen lässt sich die Reihenfolge der Einträge im Log-File anpassen. Diese wirkt sich allerdings nur auf das
oben beschriebene Log-Format 1 aus.
Das nebenstehende Bild zeigt die Grundeinstellung, hier werden alle Temperaturwerte entsprechend der Sensornummer der Reihe nach ins Log-File geschrieben. Im Prinzip kann man diese Einstellung unverändert lassen.
Wenn sich aber auf Grund von System-Erweiterungen die Sensornummern verschieben, dann sollte man diese Werte unbedingt anpassen, damit das Log-File korrekt weitergeschrieben wird.
Diese Übersicht ist folgendermaßen zu verstehen: Jedes Eingabefeld repräsentiert eine Position im Log-Eintrag. In das erste Feld T1Pos wird die Position eingetragen, an der
der Temperaturwert des Sensors 1 erscheinen soll. In das Feld T2Pos kommt die Position für die Temperatur von Sensor 2 usw.
Hier ein Beispiel zum besseren Verständnis: Es wurde ein neuer Sensor installiert, dem vom Sensormodul die Nummer 5 zugewiesen wurde. Dadurch verschieben sich alle Sensoren beginnend von der ehemaligen Position 5
um jeweils eine Position nach hinten, d.h. aus Sensor 5 wird Sensor 6 usw. (diese Problematik ist beim Sensormodul 1 im Abschnitt Bedienung beschrieben). Damit nun das Log-File
nicht verfälscht wird, müssen die Logposition so wie im nebenstehenden Bild angepasst werden.
Der neue Sensor mit der Nummer 5 erscheint nun an der letzten Stelle (16) im Log-File, während die verschobenen Sensoren (alt 5-15, jetzt 6-16) an den bisherigen Logpositionen erscheinen.
Die letzte Option Einstellungen und Sensorbelegung führt zu dem nebenstehenden Bild. Hier kann man für jeden Sensor eine Ausfall-Überwachung
aktivieren. Fällt ein Sensor aus und ist die Überwachung dieses Sensor aktiviert, dann erscheint nach ca. einer Minute der Text SENSOR !! im Anzeigefeld. Im Beispiel wurde die
Überwachung von Sensor 16 ausgeschaltet, weil er nicht vorhanden ist.
Grundsätzlich wertet TAnz (unabhängig von der Sensorbelegung) alle eingehenden Sensordaten aus und zeigt sie an.
Ganz oben im Bild wird die vom Sensormodul empfangene Busbelegung angezeigt. Da diese beim Einschalten des Messsystems nur einmal gesendet wird, muss TAnz vorher gestartet werden - ansonsten bleibt das Feld leer.
Im Mittelfeld erscheinen in übersichtlicher Form alle Alarme und die gemessenen Temperaturwerte. Die Datenfelder sind mit den Namen beschriftet, die wir vorher in den Einstellungen vergeben haben.
Rechts oben fällt noch eine größere Schaltfläche mit der Beschriftung Eingangsdaten: an auf: Über diese kann ein zusätzliches Datenfenster geöffnet
werden, in dem die eingehenden Roh-Daten vom Sensormodul beobachtet werden können. Das kann sehr hilfreich sein, wenn Probleme auftreten. Und auch wenn alles gut funktioniert, kann man die Eingangsdaten
einschalten, damit es etwas "technischer" aussieht :-)A4;20041109;11:31:11;ALARM !! A4;20041109;11:31:13;normalDiese beiden Zeilen zeigen die Auslösung von Alarm4 am 9.11.2004 um 11:31:11 Uhr und 2 Sekunden später die Rückstellung. Passend zu meiner Beispielkonfiguration heißt das: Der Postbote hat am 9.11.2004 gegen 11:31 Uhr etwas in den Briefkasten geworfen.
T8;20041109;14:31:23;Unterschreitung T8;20041109;14:32:14;NormalHier wurde am 9.11.2004 um 14:31:23 Uhr eine Temperaturunterschreitung bei Sensor 8 registriert und um 14:32:14 Uhr hat sich die Temperatur wieder normalisiert. Entsprechend der Beispiel-Konfiguration trat die kurzzeitige Unterschreitung also im Schlafzimmer auf und aus diesem Grund wird der Temperaturwert im TAnz-Fenster weiter oben grün dargestellt.
T11;20041109;19:16:14;SENSOR !! T11;20041109;19:25:31;NormalDieser Log-Eintrag zeigt den vorübergehenden Ausfall von Sensor 11 an. Damit bin ich am Ende angekommen. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass TAnz erweiterungsfähig ist und der Autor auf gute Vorschläge wartet :-) Gute Ideen oder Problembeschreibungen sollten also am besten direkt an:
geschickt werden.
Kapitel 1: Überblick über das System
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