Kapitel 1: Überblick über das System
Kapitel 2: Sensormodul 1
Kapitel 3: Sensormodul 2/3
Kapitel 4: Anzeigemodul 1
Kapitel 5: Anzeigemodul 2
Kapitel 6: Anzeigemodul 3
Kapitel 7: Datenkommunikation
Kapitel 8: Software "TAnz"
Kapitel 9: Software "AnzKom"| Sensormodul 2 | Sensormodul 3 | |
| Schaltplan Sensormodul | sm2-sch.pdf | sm3-sch.pdf |
| Schaltplan Beschaltungsbeispiel | sm2-3-beispiel.pdf | |
| Schaltplan Sensoren | sm2-3-sensoren.pdf | |
| Stückliste mit Empfehlungen zur Bauteilbestellung | sm2-stkl.htm | sm3-stkl.htm |
| Stückliste für die Sensoren | sm2-3-sensoren-stkl.htm | |
| Software v1.00 für ATmega8 vom 19.07.2007 (Assembler) unterstützt nur 16 Temperatursensoren | sm2-atmega8-v100.zip | |
| Software v2.00 für ATmega8 vom 21.07.2011 (Assembler) | sm2-atmega8-v200.zip | sm3-atmega8-v200.zip |
| Platinen-Layouts | sm2-layout1.zip (Daniel Suhm) sm2-layout2.zip (Jens Krause) | |
| Beschreibung | Allgemeine Informationen über das Sensormodul 2/3 |
| Schaltung | Beschreibung der Schaltung der Sensormodule und des Sensornetzwerkes |
| Hardware | Bilder und Hinweise zum Aufbau des Sensormoduls 2/3 |
| Software | Beschreibung der Software des Sensormoduls 2/3 |
| Inbetriebnahme | Inbetriebnahme des Sensormoduls 2/3 und Installation der Software |
| Bedienung | Bedienungsanleitung und komplette Beschreibung aller Funktionen |
| Sonstiges | Einige weitere Informationen zum Sensormodul 2/3 |
Diese Stückliste enthält alle Bauelemente für das Sensormodul 2 mit Empfehlungen zur Bauteilbestellung.
Das zentrale Bauteil des Sensormoduls 2 ist ein ATmega8 (IC2), der mit einer Taktfrequenz von 4 MHz arbeitet. Die Portanschlüsse PC0-PC3 und PD4-PD7 sind mit Pull-up Widerständen R1-R8
beschaltet und direkt an die D-Sub-Buchse K1 geführt. Sie bilden das 1-Wire-Netzwerk, das auf 8 Bus-Leitungen aufgeteilt ist. Hier können insgesamt 24 Temperatur- und 3
Luftfeuchtigkeitssensoren angeschlossen werden. Die Ports PB0, PB1, PD2 und PD3 werden als Alarmeingänge verwendet. Diese sind ebenfalls an K1 geführt, allerdings ist jeweils noch ein
Widerstand (R9-R12) in Reihe geschaltet, um die Portanschlüsse zu schützen.
Die Ports PB2-PB5 sowie PC4 und PC5 steuern ein vierzeiliges Standard-LCD mit jeweils 20 Zeichen pro Zeile an (IC4). Dieses LCD auf der Basis eines HD44780 Controllers (oder kompatibel) wird
im 4-Bit-Modus betrieben, um Port-Anschlüsse zu sparen. R14 und P1 erzeugen eine weitere Spannung für das LCD, wobei mit P1 der Kontrast des Displays eingestellt werden kann. Die Ports
PB3-PB5 werden zusätzlich als Programmierschnittstelle (ISP) verwendet und gemeinsam mit Reset und Masse auf den 5-poligen Steckverbinder K2 geführt. Über den an Port PD0 angeschlossenen
Taster lassen sich verschiedene Daten auf dem Display anzeigen sowie einige Parameter konfigurieren. Mehr Informationen sind im Abschnitt Bedienung zu finden.
Die vom Controller generierten seriellen Daten werden am Portschluss PD1 (TXD) ausgegeben, über IC3 (Standard-Bauteil MAX232) auf RS-232 Pegel gebracht und schließlich auf die Buchse K1
geführt. IC1 ist ebenfalls ein Standard-Bauteil und erzeugt aus der über K1 zugeführten Gleichspannung, die im Bereich 9-20V liegen kann, eine stabile Spannung von 5V für das Sensormodul.
Die Diode D1 schützt hier vor Falschpolung und C1 soll die Spannung noch etwas glätten.
Die Stromaufnahme der gesamten Schaltung beträgt übrigens maximal 35mA, sofern man auf die Beleuchtung des Displays verzichtet. Beim Betrieb mit Beleuchtung muss man mit einer Stromaufnahme
von bis zu 200mA rechnen. In diesem Fall muss der Spannungsregler IC1 unbedingt mit einem Kühlkörper versehen werden und die Eingangsspannung sollte nicht höher als 12V sein. Ich habe in
meinem Sensormodul ein preiswertes Display ohne Beleuchtung verwendet, weil mein Sensormodul die meiste Zeit unbeobachtet läuft. Auch habe ich ein stärkeres Netzteil als in der Stückliste
empfohlen verwendet, welches nicht nur zentral alle Komponenten des Messsystems speist, sondern außerdem noch den hier beschriebenen BigBen-Türgong.
Sensormodul 3
Diese Stückliste enthält alle Bauelemente für das Sensormodul 3 mit Empfehlungen zur Bauteilbestellung.
Ursprünglich war vorgesehen, den Luftdruck ebenfalls über das 1-Wire-Netzwerk zu erfassen. Leider gibt es keine einfache Lösung für dieses Problem und so habe ich mich entschlossen, den
Luftdrucksensor direkt auf dem Sensormodul zu installieren. Physikalisch betrachtet spricht nichts dagegen, da der Luftdruck überall gleich ist. Für den Sensoreinbau war es allerdings
erforderlich, das Sensormodul 2 leicht zu modifizieren und so entstand das Sensormodul 3. Hier kommt ein Luftdrucksensor MPXA6115A6U von Freescale zum Einsatz, der eine zum Luftdruck
proportionale Spannung ausgibt. Diese kann recht einfach über einen A/D-Konverter-Eingang des Mikrocontrollers gemessen werden.
Da bereits alle Controller-Anschlüsse belegt waren, musste hier ein wenig in die Trickkiste gegriffen werden, um einen freien A/D-Konverter-Anschluss zu gewinnen. So wurde
der LCD-Anschlüsse RS gemeinsam mit dem Taster auf den Port PD0 gelegt, wobei der zusätzliche Widerstand R16 zur Entkopplung notwendig wurde. Im Normalbetrieb wird hier das LCD angesteuert,
alle 50ms wird jedoch PD0 als Eingang umgeschaltet und der Taster-Zustand eingelesen. An den nun freien Anschluss PC4 kommt der Ausgang des Luftdrucksensors IC5. Die Bauteile R15, C14 und
C15 entsprechen der Standard-Beschaltung aus dem Datenblatt des MPXA6115A6U.
Soll ein neues Sensormodul aufgebaut werden, dann empfehle ich das Sensormodul 3, auch wenn man den Luftdrucksensor nicht benötigt. Dieser ist optional und kann weggelassen werden. In
diesem Fall bestückt man einfach die Bauteile IC5, R15, C14 und C15 nicht und lässt den Anschluss 27 vom Mikrocontroller offen. Das Modul erkennt diesen Zustand bei der Sensorsuche und gibt
dann keinen Luftdruckwert aus. Es ist jederzeit möglich, den Sensor mit den 3 passiven Bauteilen nachzurüsten und über eine Sensorsuche ins System einzubinden.
Der Umbau eines bereits vorhandenen Sensormoduls 2 zu einem Sensormodul 3 ist relativ leicht möglich. Dabei sind folgende Änderungen durchzuführen:
Grundsätzlich besteht ein 1-Wire-Bus (wie der Name schon sagt) aus einem Draht (DQ) und einer Masse-Leitung (GND). Über diesen Draht erfolgt nicht nur die Datenkommunikation, sondern auch
die Stromversorgung aller am Bus angeschlossenen Sensoren. Da während der Datenkommunikation kurzzeitig der Draht nach Masse geschaltet wird, besitzt jeder Sensor eine Diode und einen
kleinen Speicherkondensator zur Sicherstellung der Stromversorgung während dieser Unterbrechungen. Ein 1-Wire-Bus kann ein Strang von mehreren 10 Metern Länge sein und nahezu beliebig viele
Sensoren verbinden. Damit jeder Sensor eindeutig adressiert werden kann und keine Konflikte entstehen, hat der Hersteller (Maxim, ehemals Dallas) in jeden Sensoren einen ROM-Code
eingebrannt, der nur einmal vergeben wird und auch nicht geändert werden kann.
In der Praxis werden sich die Sensoren in verschiedenen Räumen und Etagen befinden und da wird es schwierig, alle Sensoren an einen Strang anzukoppeln. Aus diesem Grund besitzen die
Sensormodule 8 Busse, die beliebig mit Sensoren beschaltet werden können. Damit lassen sich kleinere Sensoren-Gruppen bilden und die Leitungslänge kann reduziert werden. Im Beispiel oben
wurden 3 Sensoren an den Bus 1 angeschlossen, weitere 3 Sensoren an den Bus 2 und nochmals 2 Sensoren an den Bus 6. Das Sensormodul wird bei diesem Beispielnetzwerk die Sensorkennungen so
vergeben, wie sie im Bild beschriftet sind. Die 3 Sensoren am Bus 1 bekommen immer die Kennungen 1-3. Allerdings: Welcher der 3 Sensoren die Kennung 1, 2 und 3 bekommt, hängt vom bereits
erwähnten ROM-Code ab und ist ohne dessen Kenntnis nicht vorhersehbar. Das sollte man beim Aufbau des Sensornetzwerks berücksichtigen. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt
Inbetriebnahme zu finden.
In der Beispielschaltung sind außerdem noch 2 Alarmkontakte angeschlossen. Die Alarmeingänge sind grundsätzlich als Schalteingänge realisiert: ein einfacher Schaltkontakt gegen Masse löst
den Alarm aus. Es können sowohl Arbeitskontakte als auch Ruhekontakte verwendet werden, die entsprechende Bewertung findet dann später in den Anzeigemodulen statt. Die Reaktion auf das
Öffnen und Schließen eines Alarmkontaktes erfolgt etwas verzögert, wobei Werte von 250 ms, 500 ms, 750 ms oder 1000 ms eingestellt werden können. Damit werden Kontaktprellungen unterdrückt
und Fehlalarme verhindert. Anstatt eines mechanischen Kontaktes kann man auch einen Schaltausgang von einer beliebigen anderen Schaltung anschließen (Open-Collector, Open-Drain oder auch
5V-TTL bzw. 5V-CMOS). Dazu muss allerdings zwischen beiden Schaltungen eine Masseverbindung vorhanden sein.
Sensoren
Das nebenstehende Bild zeigt die Schaltungen der beiden Sensortypen, die am Sensormodul verwendet werden können. Es gibt einen einfachen Sensor für die Temperaturmessung (oben) und einen
etwas aufwändigeren Sensor für die Messung der Luftfeuchtigkeit (unten).
Für die Temperaturmessung können insgesamt 5 verschiedene Sensoren verwendet werden: DS1820, DS18S20, DS18B20, DS1822 und DS1920. Letzterer wurde nur der Vollständigkeit wegen aufgelistet,
da er relativ teuer und schwer erhältlich ist. Diese Sensoren können beliebig gemischt werden, das Sensormodul erkennt den Sensortyp und verwendet den jeweils nötigen Rechenalgorithmus zur
Ermittlung des Temperaturwertes. Wichtig bei allen Temperatursensoren ist, dass die Anschlüsse GND und VDD, so wie in der Schaltung dargestellt, verbunden werden.
Für die Messung der Luftfeuchtigkeit ist etwas mehr Aufwand erforderlich. Zunächst ermittelt der Sensor IC2 (HIH-4000 von Honeywell) kontinuierlich die Luftfeuchtigkeit und gibt einen
entsprechenden Spannungswert aus. Diese Spannung wird über R1 und C2 etwas gefiltert und an den A/D-Konverter-Eingang von IC1 geführt. IC1 (DS2438) ist eigentlich ein Batterie/Akku-Monitor,
der normalerweise in Akku-Packs eingebaut wird, um den Ladezustand zu erfassen. In dieser Schaltung wird er genutzt, um die Ausgangsspannung und die Betriebsspannung von IC2 zu messen und
aus dem Verhältnis dieser beiden Werte ergibt sich die Luftfeuchtigkeit. IC1 enthält außerdem einen Temperatursensor, der ebenfalls ausgelesen wird.
D2 und C1 werden hier verwendet, um die Betriebsspannung für IC1 und IC2 zu erzeugen und etwas zu glätten. D1 schützt den gesamten Sensor (der einen Wert von immerhin 25€ hat) gegen
Falschpolung der Busleitung.
Die Schaltung des Luftfeuchtigkeitssensors stammt übrigens aus dem Dokument humsensor.pdf, welches ich vor längerer Zeit von der damaligen Firmen-Homepage (Dallas
Semiconductor) geladen hatte. Inzwischen ist die Firma in Maxim aufgegangen und dort konnte ich das Dokument leider nicht mehr finden. Aus diesem Grund
liegt es jetzt auf meiner Seite. Der im Original verwendete Sensor HIH-3605 wurde in meiner Schaltung durch den gleichwertigen neueren Typ HIH-4000 ersetzt.
| Sensortyp | Bezeichnung | Messbereich | Genauigkeit | Auflösung | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Temperatur | DS1820 | -55°C bis 125°C | ±0,5°C im Bereich -10°C bis 85°C | 9 Bit | wird nicht mehr produziert |
| Temperatur | DS18S20 | -55°C bis 125°C | ±0,5°C im Bereich -10°C bis 85°C | 9 Bit | |
| Temperatur | DS18B20 | -55°C bis 125°C | ±0,5°C im Bereich -10°C bis 85°C | 9-12 Bit | wird im 12 Bit-Modus betrieben |
| Temperatur | DS1822 | -55°C bis 125°C | ±2°C im Bereich -10°C bis 85°C | 9-12 Bit | wird im 12 Bit-Modus betrieben |
| Temperatur | DS1920 | -55°C bis 100°C | ±0,5°C im Bereich 0°C bis 70°C | 9 Bit | iButton Bauform |
| Luftfeuchtigkeit | DS2438, HIH-4000 | 0% bis 100% RH | ±5% im Bereich 0% bis 60% | 1% | |
| Luftdruck | MPXA6115A6U | 200hPa bis 1100hPa | ±15hPa im Bereich 0°C bis 85°C | 1hPa | direkt auf dem Sensormodul 3 installiert |
Mein Sensormodul wurde auf einer Lochrasterplatine aufgebaut. Es war zunächst lange Zeit als Sensormodul 2 im Einsatz und wurde dann zum Sensormodul 3 umgebaut. Auf dem nebenstehenden Bild
ist der Mikrocontroller IC2 als zentrale Komponente zu sehen, darunter befinden sich der Quarz und die Bauteile der Stromversorgung (IC1). Rechts neben dem Controller sieht man den MAX232
(IC3) mit den dazugehörigen Kondensatoren. Die linke Seite wird komplett vom D-Sub-Steckverbinder K1 eingenommen. An der oberen Platinenseite sind die Steckverbinder für das LCD (IC4) und
für den ISP-Anschluss (K2) untergebracht. Letzterer befindet sich am äußersten Platinenrand, damit er auch bei montiertem Display zugänglich ist.
Ganz rechts sind noch das Poti P1 und der Taster S1 zu sehen, beide sind so angebracht, dass sie bei aufgestecktem Display zugänglich sind. Beim Taster wurden die Anschlüsse auseinander
gebogen und an einem kurzen Stück Draht angelötet. Damit ergab sich genau die richtige Einbauhöhe. Für die nötige Stabilität des Tasters sorgt etwas Zweikomponenten-Kleber. Ich habe diesen
Taster verwendet, weil er gerade vorhanden war. Es gibt sicher bessere Taster, die man an dieser Stelle verwenden kann.
Im Rahmen des Umbaus zum Sensormodul 3 wurde unten rechts der Luftdrucksensor IC5 mit seiner Außenbeschaltung untergebracht. Da dieser nur in SMD-Bauform erhältlich ist, muss man sehr
vorsichtig arbeiten.
Dieses Bild zeigt den Luftdrucksensor noch einmal im Detail. Hier habe ich zunächst 3 kurze Drahtstücke auf die Platine gelötet, diese etwas gebogen und anschließend den Sensor dort
angelötet. Der Anschluss auf der rechten Seite dient übrigens nur zur besseren Stabilität und ist nicht mit der Schaltung verbunden.
Die Unterseite besteht (wie zu erwarten) aus vielen Drähten. Für Masse und Stromversorgung habe ich Drahtmaterial mit einer Stärke von 0,5 mm verwendet. Für alle anderen Leitungen verwendete
ich 0,3 mm Kupferlackdraht. Die gesamte Verdrahtung ist relativ unkritisch, allerdings sollten sich die Kondensatoren C2/C3 möglichst nah an IC1 befinden. Gleiches gilt für C4 an IC2, C12 an
IC3 und C15 an IC5.
Der D-Sub-Steckverbinder K1 passt leider nicht in das Platinenraster von 2,54 mm. Deshalb habe ich mit einer Laubsäge Schlitze in die Platine gesägt und die Anschlüsse etwas gebogen. Das
sieht nicht sehr schön aus, erfüllt aber seinen Zweck.
Auf diesem Bild wurde die Platine in die Unterschale des Gehäuses eingesetzt und angeschraubt. Für den Steckverbinder K1 muss vorher ein Ausschnitt ausgesägt werden.
Auf der rechten Gehäuseseite kann man eine LED erkennen. Ich habe das Gehäuse von einem früheren Projekt wieder verwendet und die eingeklebte LED hätte man wohl nicht zerstörungsfrei
entfernen können. Deshalb habe ich sie einfach im Gehäuse gelassen, aber nicht verwendet.
Hier wurde das Display aufgesteckt und angeschraubt.
Nun wird noch die Gehäuse-Oberschale aufgesetzt und damit ist das Modul fertig und einsatzbereit. Vorher müssen natürlich noch die Ausschnitte für Display, Taster und Steckverbinder in die
Gehäuse-Oberschale gesägt bzw. gebohrt werden.
Nebenstehende Bilder zeigen die Vorstufe eines Luftfeuchtigkeitssensors. Auch hier wird eine kleine Lochrasterplatine verwendet. D1, D2, C1 sowie R1 sind bereits bestückt, weiterhin sind auf
dem ersten Bild 4 kurze Drahtstücke zu erkennen, an die anschließend der DS2438 (IC1) angelötet wird. Das geht relativ gut, da nur die 4 äußeren Anschlüsse von IC1 beschaltet werden müssen.
Anschluss 1 von IC1 muss sich dabei links unten befinden - erkennbar an der runden Markierung auf dem Gehäuse.
Auf diesen Bildern ist der fertige Sensor von oben und unten zu sehen. Beim Einbau von IC2 (HIH-4000) muss man beachten, dass die beschriftete Seite nach unten zeigen muss. Beim Verbinden
der Bauteile kommt man ausnahmsweise mal ohne Draht aus, alle Verbindungen können mit Zinnbrücken realisiert werden. Die farbigen Striche symbolisieren die Anschlüsse: Blau ist die
Masse-Leitung und Rot ist die Datenleitung.
Den fertigen Sensor habe ich in einem Stück Schrumpfschlauch untergebracht. Vorher habe ich noch einen kleinen Plastikstreifen diagonal über das Sensorfenster gelegt, damit der Sensor nicht
vom Schrumpfschlauch verschlossen wird und die Luft zirkulieren kann.
| Zeitpunkt | Aktion | RS-232 Beispiel |
|---|---|---|
| 0 | Start einer Temperaturmessung an allen Sensoren, Senden des aktuellen Status der Alarmeingänge über RS-232 | A:0 B:1 C:0 D:0 |
| 900 ms | Beenden der Temperaturmessung an allen Sensoren | |
| 1000 ms | Auslesen von Temperatursensor 1, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | 1: 22.8 |
| 2000 ms | Auslesen von Temperatursensor 2, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | 2: 21.9 |
| 3000 ms | Auslesen von Temperatursensor 3, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | 3: 4.2 |
| ... | Auslesen von Temperatursensor 4-22, Senden der Temperaturwerte über RS-232 | |
| 23000 ms | Auslesen von Temperatursensor 23, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | o: 62.3 |
| 24000 ms | Auslesen von Temperatursensor 24, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | p: 58.5 |
| 25000 ms | Auslesen des Luftdrucksensors, Senden des Luftdruckwertes über RS-232 | w: 1013 |
| 26000 ms | Auslesen der Temperatur und der Betriebsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 1, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | q: 22.6 |
| 27000 ms | Auslesen der Temperatur und der Betriebsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 2, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | r: 23.0 |
| 28000 ms | Auslesen der Temperatur und der Betriebsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 3, Senden des Temperaturwertes über RS-232 | s: 22.2 |
| 29000 ms | Auslesen der Ausgangsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 1, Senden des Luftfeuchtigkeitswertes über RS-232 | x: 47 |
| 30000 ms | Auslesen der Ausgangsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 2, Senden des Luftfeuchtigkeitswertes über RS-232 | y: 45 |
| 31000 ms | Auslesen der Ausgangsspannung von Luftfeuchtigkeitssensor 3, Senden des Luftfeuchtigkeitswertes über RS-232 | z: 53 |
| 32000 ms | Siehe Zeitpunkt 0, Beginn eines neuen Zyklus |
| Software | Sensormodul | Bemerkung |
|---|---|---|
| sm2-atmega8-v100.zip | Sensormodul 2 | alte Version für 16 Temperatursensoren, kompatibel zu allen Komponenten |
| sm2-atmega8-v200.zip | Sensormodul 2 | aktuelle Version für 24 Temperatur- und 3 Luftfeuchtigkeitssensoren, nicht kompatibel zu allen Komponenten, siehe Kompatibilitäts-Tabelle |
| sm3-atmega8-v200.zip | Sensormodul 3 | aktuelle Version für 24 Temperatur-, einen Luftdruck- und 3 Luftfeuchtigkeitssensoren, nicht kompatibel zu allen Komponenten, siehe Kompatibilitäts-Tabelle |
So sieht die Einstellung im AVR-Studio für den ATmega8 des Sensormoduls 2 oder 3 aus. Wird eine Programmiersoftware verwendet, die die Angabe der
Fuse-Bits in hexadezimaler Form benötigt, dann gilt:
High = 0xD1
So sieht die Einstellung in PonyProg für den ATmega8 des Sensormoduls 2 oder 3 aus.
Wenn alles geklappt hat, dann sollte beim Einschalten des Moduls das nebenstehende Bild angezeigt werden. Die Zeile mit den Minuszeichen ist ein Fortschrittsbalken und nach genau 10s
erreicht dieser den rechten Bildrand.
Anschließend muss für 5s dieses Bild erscheinen, wenn noch keine Sensoren am 1-Wire-Netzwerk angeschlossen sind. Hier ist nur der Luftdrucksensor (Anzeige
P1) erkannt worden, der fest eingebaut ist. Bei der Inbetriebnahme eines Sensormoduls 2 steht natürlich
Sensormodul2 v2.00 im Display, außerdem noch P0 in der zweiten Zeile, da hier kein Luftdrucksensor installiert werden
kann.
Nach dem Anschluss einiger Sensoren an das 1-Wire-Netzwerk kann die Anzeige so aussehen wie in diesem Bild. Die Angaben in Zeile 2 und 3 haben folgende Bedeutung:
| Automatische Anzeige | Die Anzeige wechselt automatisch zwischen den Temperatursensorgruppen 1-8, A-H (9-16), I-P (17-24) sowie der Luftdruck- und Luftfeuchtigkeitsgruppe Q-Z, wobei ein Pfeilsymbol immer auf den aktuell bearbeiteten Sensor zeigt. Bei Auslösung eines Alarms wird kurzzeitig zur Alarmanzeige gewechselt. |
| Manuelle Anzeige | Die Anzeige kann dauerhaft auf eine Sensorgruppe, die Alarm-, die Statusanzeige oder eine der ROM-Code-Seiten eingestellt werden. |
| Einstellungen | In dieser Ebene können nacheinander über 4 Menü-Bildschirme einige Einstellungen vorgenommen werden. |
Beim Einschalten des Sensormoduls erscheint für 10s das nebenstehende Bild. Während dieser Zeit werden zwecks Reset aller Sensoren die Busleitungen abgeschaltet und ein Fortschrittsbalken
aus Minus-Zeichen ist zu sehen. Während dieser Zeit sind keine Eingaben möglich. Anschließend wird zu Statusanzeige gewechselt.
Diese Statusanzeige gibt einen Überblick über die installierte Software und die angeschlossenen Sensoren. Hier sind 17 Temperatursensoren, 1 Luftdrucksensor und 2 Luftfeuchtigkeitssensoren
angeschlossen. Die Zeile 3 zeigt die bereits beschriebene Belegung der Sensorbusse an. Der aktuelle Betriebs-Modus erscheint in Zeile 4, hier steht entweder
Direkt oder Speicher, eine genaue Erklärung folgt im Abschnitt Einstellungen weiter unten.
Auch während dieser Anzeige sind noch keine Eingaben möglich. Nach einer Wartezeit von 5s wird in die automatische Anzeige gewechselt.
Bei der automatischen Anzeige kann man ohne weitere Bedienung den gesamten Messzyklus verfolgen und alle aktuellen Daten ablesen. Zunächst wird die Temperatursensorgruppe 1-8 angezeigt.
Dabei wandert ein Pfeilsymbol über das Display und zeigt an, welcher Sensor gerade gelesen wird. Auf dem Bild ist gerade Temperatursensor 2 an der Reihe.
Wenn die Sensoren 1-8 fertig bearbeitet worden sind, schaltet die Anzeige auf die Temperatursensorgruppe A-H (9-16) um. Auch hier zeigt das Pfeilsymbol auf den gerade bearbeiteten Sensor,
hier der Sensor G bzw. 15.
Hinweis: Diese Anzeige ist nur dann zu sehen, wenn mehr als 8 Temperatursensoren im System installiert sind.
Anschließend wird die Anzeige auf die Temperatursensorgruppe I-P (17-24) umgeschaltet. Auch hier zeigt wieder das Pfeilsymbol auf den gerade bearbeiteten Sensor. Auf diesem Bild wird der
einzige Sensor I bzw. 17 bearbeitet.
Hinweis: Diese Anzeige ist nur dann zu sehen, wenn mehr als 16 Temperatursensoren im System installiert sind.
Nach den Temperatursensorgruppen kommen Luftdruck- und Luftfeuchtigkeitssensoren an die Reihe. Hier ist ebenfalls das wandernde Pfeilsymbol zu sehen, welches auf den gerade bearbeiteten
Sensor zeigt. Auf diesem Bild ist gerade der Temperaturwert des Luftfeuchtigkeitssensors 1 in Bearbeitung (Kennung Q).
Hinweis: Diese Anzeige ist nur dann zu sehen, wenn mindestens 1 Luftdruck- oder Luftfeuchtigkeitssensor im System installiert ist.
Wird an einem der 4 Alarm-Eingänge ein Alarm erkannt oder verschwindet ein Alarm, dann erscheint für 3 Sekunden die Alarmanzeige. Ein Pfeilsymbol zeigt dabei auf den Alarm, dessen Status
sich geändert hat. Treten während dieser Anzeige weitere Alarme auf, dann wird der Anzeige-Timer wieder auf 3 Sekunden gesetzt und das Pfeilsymbol auf das neue Ereignis gerückt. Nach Ablauf
der 3 Sekunden erscheint wieder die Sensorgruppe, die gerade bearbeitet wird.
![]() | Der Alarmkontakt ist geöffnet. |
![]() | Der Alarmkontakt ist geschlossen. |
Der erste kurze Tastendruck während der Automatik-Anzeige schaltet die Automatik ab und führt immer zur Anzeige der Temperatursensorgruppe 1-8. Die manuelle Anzeige erkennt man an einem
kleinen Dreiecksymbol in der rechten unteren Ecke. Dieses soll auf den manuellen Modus hinweisen und symbolisieren, dass noch weitere Seiten folgen. Weiterhin wird bei der manuellen Anzeige
das wandernde Pfeilsymbol ausgeblendet. Die Anzeige bleibt nun solange in diesem Zustand, bis der Taster erneut gedrückt wird. Auch ein auftretender Alarm wird nicht auf dem Display
angezeigt, aber selbstverständlich über RS-232 gesendet.
Ein weiterer kurzer Tastendruck führt zur Anzeige der Sensorgruppe A-H (9-16), sofern mehr als 8 Temperatursensoren installiert sind. Anderenfalls wird zu den Luftdruck- und
Luftfeuchtigkeitssensoren oder zur Alarmanzeige gesprungen (abhängig von der Sensorbeschaltung).
Ein weiterer kurzer Tastendruck führt zur Anzeige der Sensorgruppe I-P (17-24), sofern mehr als 16 Temperatursensoren installiert sind. Anderenfalls wird zu den Luftdruck- und
Luftfeuchtigkeitssensoren oder zur Alarmanzeige gesprungen (abhängig von der Sensorbeschaltung).
Ein weiterer kurzer Tastendruck führt zur Anzeige des Luftdrucksensors und der Luftfeuchtigkeitssensorgruppe Q-S bzw. X-Z, sofern mindestens einer dieser Sensoren installiert ist.
Anderenfalls wird zu Alarmanzeige gesprungen.
Der nächste kurze Tastendruck ruft die Alarmanzeige auf und auch hier wird (wie bei den Anzeigen zuvor) ein Dreiecksymbol rechts unten eingeblendet.
Der nächste kurze Tastendruck aktiviert die Statusanzeige. Hier werden die gleichen Daten wie beim Start des Sensormoduls angezeigt: die Hardwareversion (Sensormodul 2 oder 3), die
Softwareversion, die Anzahl der installierten Sensoren, die Sensorbelegung und der eingestellte Modus (Direkt oder Speicher).
Ein weiterer Tastendruck führt zur ROM-Code-Liste. Hier werden alle am 1-Wire-Netzwerk angeschlossenen Sensoren aufgelistet, wobei immer 4 Sensoren auf einer Seite angezeigt werden. Auf der
ersten Seite sind (so wie auf diesem Bild) die ROM-Codes der Sensoren mit der Kennung 1-4 zu sehen. Auf das Dreiecksymbol musste hier aus Platzgründen verzichtet werden.
| 4-2 A400080040630910 |
| 4 | Sensorkennung |
| - | Trennzeichen |
| 2 | Bus, an dem der Sensor angeschlossen ist |
| A400080040630910 | ROM-Code des Sensors (A4 - CRC8, 000800406309 - Seriennummer, 10 - Family-Code) |
Ein weiterer Tastendruck führt zur nächsten Seite der ROM-Code-Liste. Hier sind die Sensoren mit der Kennung 5-8 zu sehen.
Ein weiterer Tastendruck führt zur nächsten Seite der ROM-Code-Liste. Hier sind die Sensoren mit der Kennung A-D zu sehen.
Ein weiterer Tastendruck führt zur nächsten Seite der ROM-Code-Liste. Hier sind die Sensoren mit der Kennung E-H zu sehen.
Ein weiterer Tastendruck führt zur letzten Seite der ROM-Code-Liste in dieser Konfiguration. Hier ist der letzte Temperatursensor mit der Kennung I und die beiden Luftfeuchtigkeitssensoren
mit den Kennungen Q und R zu sehen.
| Langer Tastendruck | Ändern der aktuellen Einstellung. |
| Kurzer Tastendruck | Weiter zum nächsten Menü bzw. Verlassen der Einstellungen nach dem letzten Menü. |
Das erste Menü ermöglicht die Einstellung des Betriebs-Modus. Zur Auswahl stehen hier die Modi Direkt und Speicher und ein langer
Tastendruck schaltet immer in den jeweils anderen Modus um.
Ein kurzer Tastendruck wechselt in das nächste Einstellungs-Menü. Hier kann das Sende-Intervall eingestellt werden, also die Zeit zwischen zwei Datenpaketen mit Sensorwerten. In der weiter
oben stehenden Messzyklus-Tabelle beträgt diese Zeit (ebenso wie im nebenstehenden Bild) 1000 Millisekunden. Dieser Wert ist als Grundeinstellung vorgegeben, lässt
sich aber über dieses Menü ändern. Mögliche Werte sind: 100 ms, 250 ms, 500 ms,
750 ms und 1000 ms. Ein langer Tastendruck schaltet dabei immer auf den nächsten Wert weiter.
Mit einem kurzen Tastendruck gelangt man in das nächste Menü. Hier lässt sich die Verzögerungszeit der Alarm-Eingänge einstellen. Bei Status-Änderung eines Alarm-Eingangs wird zunächst die
hier eingestellte Zeit abgewartet und nur wenn der neue Alarmzustand während dieser Zeit stabil bleibt, wird dieser angezeigt und weitergemeldet. Die Grundeinstellung ist hier 500
Millisekunden und mögliche Werte sind: 250 ms, 500 ms, 750 ms und 1000 ms. Auch in
diesem Menü schaltet ein langer Tastendruck auf den nächsten Wert weiter.
Ein weiterer kurzer Tastendruck führt ins letzte Menü. Mit einem langen Tastendruck lässt sich hier die Menüführung auf Englisch und auch wieder zurück auf
Deutsch schalten, die Grundeinstellung ist Deutsch. Die Einstellung der Sprache beeinflusst nicht nur die Einstellungs-Menüs, sondern auch
die Statusanzeige, die Alarmanzeige und einige Sensornamen.
Kapitel 1: Überblick über das System
Kapitel 2: Sensormodul 1
Kapitel 3: Sensormodul 2/3
Kapitel 4: Anzeigemodul 1
Kapitel 5: Anzeigemodul 2
Kapitel 6: Anzeigemodul 3
Kapitel 7: Datenkommunikation
Kapitel 8: Software "TAnz"
Kapitel 9: Software "AnzKom"