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Die Schaltung ist sehr einfach aufgebaut und schnell erklärt: Über den Anschluss K1 wird die Schaltung an einen freien Empfänger-Ausgang (z.B. den oben erwähnten Kanal 5) angeschlossen. Vom
Empfänger kommt neben dem Impulssignal auch die Spannung für unsere Schaltung. Das Impulssignal hat je nach Poti- oder Schalter-Stellung im Sender eine Breite zwischen 1ms und 2ms und wird zyklisch alle
20-22ms wiederholt. Dieses Signal wird an den Controller-Anschluss PB3 geführt und von der Software ausgewertet. Abhängig von der Impulsbreite werden dann die LED-Ausgänge PB0, PB1, PB2 und PB4 auf
Low-Pegel gesetzt und die LEDs entsprechend eingeschaltet. Die Ausgänge PB0 und PB1 können mit 20mA belastet werden, deshalb habe ich die 3 Positionslichter, welche zusammen etwa 20mA benötigen und den
Front-Scheinwerfer mit ebenfalls 20mA an diese Ausgänge geschaltet. Die Ausgänge PB2 und PB4 sind nur für 10mA ausgelegt und hier sind die beiden Blitzlichter angeschlossen.
Die LED-Vorwiderstände wurden für eine Betriebsspannung von +5V bemessen. Mit dieser Spannung arbeitet der Empfänger meines Koaxial-Helikopter-Modells und man kann davon ausgehen, dass dies auch für
andere Modelle zutrifft. Ich habe die Widerstandswerte zunächst berechnet und dann durch Messung des LED-Stroms die Werte optimiert. Ich empfehle bei Verwendung anderer LEDs die gleiche Vorgehensweise bei der
Ermittlung der richtigen Widerstandswerte. Bei der Berechnung sollte man berücksichtigen, dass nur ca. 4,5V zur Verfügung stehen. Das liegt daran, dass die Controller-Ausgänge bei voller Belastung nicht
ganz nach Masse durchschalten und ca. 0,5V "verloren gehen".
Wie bereits erwähnt, lässt sich die Beleuchtung in 3 Stufen einschalten. Diese sind in der folgenden Tabelle definiert:
| Reglerstellung am Sender | Impulsbreite | Lichteffekt |
|---|---|---|
| -100% bis -50% | 1,0ms bis 1,25ms | alle Lichter sind ausgeschaltet |
| -50% bis 0% | 1,25ms bis 1,5ms | die Positionslichter sind eingeschaltet |
| 0% bis +50% | 1,5ms bis 1,75ms | die Blitzlichter sind zusätzlich eingeschaltet |
| +50% bis +100% | 1,75ms bis 2,0ms | der Front-Scheinwerfer ist zusätzlich eingeschaltet |
Dieses Bild zeigt die fertige Schaltung, welche auf einer Lochraster-Platine mit den Maßen 26mm x 15mm aufgebaut wurde. Die Platine enthält den Controller mit dem obligatorischen 100nF Kondensator und alle
LED-Vorwiderstände. Oben wurde ein Servokabel angelötet, dessen Stecker später mit dem Empfänger verbunden wird. Auf der rechten Seite befinden sich die Anschlüsse für die 6 LEDs.
So sieht die Leiterseite der Platine aus. In die freien Lötpunkte auf der rechten Seite werden später die Leitungen zu den 6 LEDs eingelötet - die rechte Reihe ist für die Anoden vorgesehen und die
linke Reihe für die Kathoden. Falls man die LED-Leitungen steckbar haben möchte, dann kann man eine 6x2 Stiftleiste einlöten und die Leitungen mit entsprechenden Buchsenleisten versehen.
Für die LED-Leitungen habe ich 0,2mm Kupferlackdraht verwendet. Dieser lässt sich gut im Rumpf des Modells verlegen und ist leichter als isolierter Draht. Vor dem Einbau der LEDs wurden die Anschlüsse
auf ca. 5mm gekürzt und zwei entsprechend lange Drahtstücke angelötet. Durch Festhalten der Drahtenden und Drehen der LED wird das Drahtpaar anschließend verdrillt. Danach können die LEDs in
entsprechende Löcher im Rumpf gesteckt und mit Zweikomponentenkleber befestigt werden. Nach Aushärten des Klebers werden die Drähte auf die richtige Länge gebracht und an die Platine gelötet
(vorher Polarität prüfen). Zum Abschluss sollten alle Drähte und die Platine mit etwas Klebeband fixiert werden.
Dieses Bild zeigt, wo man die LEDs am Modell anbringen kann. Die Beleuchtung ist nicht unbedingt vorbildgetreu, sieht aber gut aus :-)
Bei dem hier abgebildeten E-Sky Lama 4 kann man übrigens die komplette Schaltung inklusive aller LEDs im hinteren Rumpfteil unterbringen. So lässt sich das Heckteil auch weiterhin problemlos entfernen - nur
das Servokabel muss von der Elektronik-Einheit abgezogen werden.
So sieht die Einstellung im AVR-Studio für den ATtiny13 der Helikopter-Beleuchtung aus.
So sieht die Einstellung in PonyProg für den ATtiny13 der Helikopter-Beleuchtung aus.
![]() | Blitzlicht 1 |
![]() | Blitzlicht 2 |
; Folgende 3 Beleuchtungseffekte können einzeln aktiviert werden: ; ; Effekt 1 - Positionslichter - 3 LEDs (links/rechts/hinten) ; Effekt 2 - Blitzlichter - 2 LEDs ; Effekt 3 - Scheinwerfer - 1 LED ; ; Steht am Sender ein Poti für die Beleuchtung zur Verfügung, dann kann ; mit den folgenden 3 Werten die Poti-Stellung für jeden Effekt im ; Bereich von -100% bis +100% individuell festgelegt werden. -100% ent- ; spricht dem linken Anschlag, 0% entspricht der Mittelstellung und ; +100% entspricht dem rechten Anschlag: ; .equ effct1= -50 ;Effekt 1 bei Stellung -50% aktivieren .equ effct2= 0 ;Effekt 2 bei Stellung 0% aktivieren .equ effct3= 50 ;Effekt 3 bei Stellung +50% aktivierenDie Werte effct1, effct2 und effct3 müssen im Bereich von -100 bis +100 liegen. Bei positiven Werten darf kein + vorangestellt werden, da sonst die Assemblierung mit einer Fehlermeldung abgebrochen wird. Als Beispiel für die Anpassung an eigene Vorstellungen soll die folgende Tabelle dienen:
| Reglerstellung am Sender | Lichteffekt |
|---|---|
| -100% bis -30% | alle Lichter sind ausgeschaltet |
| -30% bis 0% | die Blitzlichter sind eingeschaltet |
| 0% bis +30% | die Positionslichter sind zusätzlich eingeschaltet |
| +30% bis +100% | der Front-Scheinwerfer ist zusätzlich eingeschaltet |
.equ effct1= 0 ;Effekt 1 bei Stellung 0% aktivieren .equ effct2= -30 ;Effekt 2 bei Stellung -30% aktivieren .equ effct3= 30 ;Effekt 3 bei Stellung +30% aktivierenNach Änderung der Werte und erneuter Assemblierung kann das erzeugte Hex-File in den Controller programmiert werden. Noch ein Hinweis: Der Controller wird durch einen internen kalibrierten Oszillator getaktet. Das bedeutet, dass die Taktfrequenz relativ genau ist, aber niemals die Genauigkeit eines Quarz-Oszillators erreicht. Es können sich also in der Praxis leichte Abweichungen von den programmierten Schwellwerten ergeben. Diese liegen allerdings in der Größenordnung von wenigen Prozent, so dass sie praktisch nicht auffallen. Und noch ein Tipp: Zum Testen der fertig aufgebauten Schaltung kann man gut den hier vorgestellten Servotester verwenden. Auch kann dieser (wie schon erwähnt) als Programmiergerät für den Controller genutzt werden - sofern der Tester mit einer IC-Fassung und einem ISP-Anschluss aufgebaut wurde.
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