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Diese Schaltung gibt es in einer Variante für 2 LiPo-Zellen (7,4V) und in einer Variante für 3 Zellen (11,1V). Im Prinzip lässt sich die Schaltung auch an 4 LiPo-Zellen anpassen, das wurde aber nicht
getestet. Die folgende Beschreibung gilt für beide Schaltungsvarianten, da die grundsätzliche Funktion identisch ist.
Damit die Spannung des Akkus optimal überwacht werden kann, muss die Schaltung mit den Anschlüssen Plus und Minus parallel zum Akku angeschlossen werden. Mittels R3, D1 und C2 wird die
Akkuspannung etwas stabilisiert und dem Mikrocontroller IC1 (ATtiny13) als Betriebsspannung zur Verfügung gestellt. Die Spannung schwankt dabei je nach Akkuzustand zwischen 3,2V und 3,6V - das hat aber keinen
Einfluss auf die Funktion. Zur Messung der Akkuspannung wird der A/D-Wandler des Controllers verwendet. Da dieser mit einer internen Referenzspannung von 1,1V arbeitet, muss die zu messende Spannung unter diesem Wert
liegen. Aus diesem Grund wird mit dem Spannungsteiler R1 und R2 die Akkuspannung entsprechend herabgesetzt und dem Messeingang PB4 zugeführt. C1 hat die Aufgabe, Störungen am Messeingang zu reduzieren.
Die Signalisierung der Unterspannung erfolgt über den Controller-Anschluss PB3. Dieser treibt über R4 und T1 eine ultrahelle LED, wobei der Vorwiderstand R5 für eine blaue oder weiße LED
dimensioniert ist. Bei Verwendung anderer Farben (Rot, Gelb oder Grün) muss der Widerstand auf 330Ω vergrößert werden. Die Treiberstufe bietet genug Reserven, so dass auch mehrere LEDs angesteuert
werden können. Auch die Verwendung eines Piezo-Summers zur akustischen Signalisierung ist möglich, wobei hier ein aktiver Signalgeber mit integrierter Tonerzeugung erforderlich ist.
Die Software im Controller prüft ständig die Spannung am Eingang PB4 und solange sich diese im "grünen Bereich" befindet, blitzt die LED ca. einmal pro Sekunde kurz auf. Dies dient zum einen als
Funktionskontrolle und zum anderen wirkt das Blitzen im Modell wie ein Positionslicht. Sinkt nun die Spannung unter den Schwellwert, dann flackert die LED mit ca. 8Hz. Das ist das Zeichen zum Aufsuchen eines
Landeplatzes. Der Schwellwert lässt sich in 4 Stufen verändern und auch der Positionslicht-Effekt lässt sich bei Bedarf abschalten, z.B. wenn ein Piezo-Summer angeschlossen ist. Zum Einstellen des
Schwellwertes und des Positionslichtes dienen die mit J1 bis J3 gekennzeichneten Lötbrücken:
| Funktion | J1 | J2 | J3 |
|---|---|---|---|
| Schwellwert 6,3V | offen | offen | |
| Schwellwert 6,4V | geschlossen | offen | |
| Schwellwert 6,5V | offen | geschlossen | |
| Schwellwert 6,6V | geschlossen | geschlossen | |
| Positionslicht ein | offen | ||
| Positionslicht aus | geschlossen |
Hier ist die Variante für 3 LiPo-Zellen dargestellt. Die Widerstände R1, R3, R5 und R6 wurden an die höhere Spannung angepasst, der Rest der Schaltung ist identisch zur 2-Zellen-Variante. Bei dieser
Schaltung können alle LED-Farben verwendet werden, eine Änderung der Vorwiderstände ist nicht erforderlich. Die Funktion der Lötbrücken J1-J3 entspricht der 2-Zellen-Variante, allerdings gelten
hier andere Schwellwerte:
| Funktion | J1 | J2 | J3 |
|---|---|---|---|
| Schwellwert 9,5V | offen | offen | |
| Schwellwert 9,65V | geschlossen | offen | |
| Schwellwert 9,8V | offen | geschlossen | |
| Schwellwert 9,95V | geschlossen | geschlossen | |
| Positionslicht ein | offen | ||
| Positionslicht aus | geschlossen |
Dieses Bild zeigt die fertige Schaltung, welche auf der oben genannten Platine mit den Maßen 27mm x 19mm aufgebaut wurde. Diese Platine ermöglicht den Anschluss von 2 LEDs, welche hier im Winkel von etwa
45° eingelötet wurden, damit das Lichtsignal möglichst in jeder Fluglage sichtbar ist. Bei diesem Projekt wurde keine IC-Fassung verwendet und der Controller direkt eingelötet.
Es gab übrigens auch Pläne für eine SMD-Platine. Diese wurden aber wieder verworfen, weil in den von uns verwendeten Helikopter-Modellen genug Platz vorhanden ist und das Projekt mit bedrahteten
Bauelementen einfacher aufzubauen ist.
So sieht die Leiterseite der Platine aus. Die scheinbar ins Leere laufende Masseleitung neben den Controller-Anschlüssen 5-7 dient zum einfachen Einlöten der Brücken J1-J3, falls eine spezielle
Konfiguration benötigt wird.
Auf diesem Bild sieht man einen E-Sky Lama V4, bei dem die Kabinenhaube entfernt wurde. Die Platine mit dem Akku-Alarm wurde hier mit einem Gummiring an der Elektronik-Einheit befestigt. Zum Anschluss der Schaltung habe
ich zunächst die Akku-Leitung in der Nähe der Elektronik-Einheit aufgetrennt und je ein Stück Isolierschlauch auf beiden Akku-Leitungen geschoben. Danach wurde die Akku-Leitung gemeinsam mit den Leitungen
des Akku-Alarms wieder an die Elektronik-Einheit angelötet und der Isolierschlauch über die Lötstelle geschoben. Hier muss man sehr sorgfältig arbeiten, denn ein Kurzschluss ist extrem ungesund
für den Akku. Auch sollte man beachten, dass diese Arbeiten einen Verlust der Garantie zur Folge haben.
So sieht die Einstellung im AVR-Studio für den ATtiny13 des Akku-Alarms aus.
So sieht die Einstellung in PonyProg für den ATtiny13 des Akku-Alarms aus.
![]() | Die Akku-Spannung ist in Ordnung (ca. 1 LED-Blitz pro Sekunde) - Positionslicht |
![]() | Die Akku-Spannung unterschreitet den Schwellwert (LED flackert ca. 8 mal pro Sekunde) |
; Der folgende Wert "thresh" muss solange geändert werden, bis die ; Schaltung bei der Unterschreitung der folgenden Schwellen anspricht. ; Ein höherer Wert ergibt eine höhere Spannungsschwelle. ; ; 2 LiPo-Zellen: 6,3V ; 3 LiPo-Zellen: 9,5V ; .equ thresh= 890 ;anpassen (im Bereich 850-930)Der Wert thresh muss folgendermaßen geändert werden: Ist der Schwellwert zu niedrig, spricht die Schaltung also unterhalb von 6,3V bzw. 9,5V an, dann muss dieser Wert erhöht werden. Anderenfalls ist eine Verringerung dieses Wertes erforderlich. Eine Änderung des Wertes um 1 verschiebt den Schwellwert um etwa 6-7mV bei der 2-Zellen-Variante und um etwa 10mV bei der 3-Zellen-Variante. Nach der Änderung wird das Projekt neu assembliert und das erzeugte Hex-File in den Controller programmiert. Danach muss das ISP-Kabel wiederum von der Schaltung abgezogen und die neue Einstellung mit Stromversorgungsgerät und Spannungsmesser kontrolliert werden. Stimmt die Einstellung immer noch nicht, dann muss der Wert thresh nochmals angepasst und das Projekt erneut assembliert werden. Spätestens beim 2. Versuch sollte man aber die richtige Einstellung gefunden haben und der ISP-Anschluss kann wieder abgelötet werden. Anschließend kann man zur Sicherheit noch J4 einlöten. Damit wird (wie bereits beschrieben) der interne Pull-up Widerstand vom Reset-Eingang überbrückt, so dass später beim Flug keine ungewollten Resets durch Störimpulse ausgelöst werden können. Damit ist die Inbetriebnahme abgeschlossen. Die Prozedur mag etwas umständlich erscheinen, aber sie lässt sich nicht vermeiden, wenn man eine möglichst kompakte, leichte und zuverlässige Schaltung haben möchte. Außerdem ist diese Prozedur nur einmal erforderlich, denn die interne Referenzspannung ist sehr stabil. Es gab übrigens auch Ideen, einen oder zwei Taster für die Konfiguration und den Abgleich zu verwenden. Das hätte aber nicht nur eine wesentlich aufwändigere Software erfordert, sondern auch ein Handbuch, um die vielen Tastenkombinationen und LED-Blinkzeichen zu verstehen :-)
| 2-Zellen-Variante | 3-Zellen-Variante |
|---|---|
| E-Sky Lama V3 | Walkera HM-22E |
| E-Sky Lama V4 | Walkera HM-36 |
| Graupner Micro 47G | E-Sky Honey Bee CP2 |
| E-Flite Blade CX2 |
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